Aktuell: Wohnwerte zur Kapitalanlage
Nach wie vor können Immobilien eine sinnvolle und solide Kapitalanlage bieten.
So ist zu beobachten, dass trotz der wirtschaftlichen Engpässe, hochwertige Immobilienangebote eine höhere Nachfrage beinhalten, als Objekte auf dem Markt angeboten werden. Dies betrifft nach den Ergebnissen der Bulwien AG Marktforschung insbesondere Regionen in Städten wie München, Stuttgart, Freiburg, Heidelberg und Mainz.
Daneben prosperieren Regionen mit hohem Wohnwert, durch das städtebauliche Gesamtkonzept und über dem Durchschnitt liegenden Freizeit- und Kulturangeboten.
Für eine Investition nach Hausart sehen wir zwei Schwerpunkte:
Einmal sind es Häuser, die unter Denkmalschutz stehen oder in einem Sanierungsgebiet liegen. Die hohen Abschreibungen, der von den Bauämtern anerkannten Investitionen, bieten einige der wenigen Möglichkeiten, die Steuerlast zu senken. Bei Eigennutzung sind 90 % der Kosten auf 10 Jahre abschreibbar, bei Kapitalanlegern 100% auf 12 Jahre. Hinzu kommt, dass solche Häuser oft einen besonderen Charme haben, durch ihre Details, die Großzügigkeit und so einen hohen Wohnwert bieten.
Zum anderen sind Neubauten in ruhigen Stadtlagen und bester Infrastruktur mit komfortablen Wohnflächen eine sinnvolle Investition. Neben der richtigen Lage, sind hier gute Grundrisse und zeitgemäße energetische Ausstattungen eine Voraussetzung. Solche Angebote sind auf Grund der dichten Bebauungen jedoch selten geworden und können häufig nur auf Abrissgrundstücken realisiert werden.
Die Entwicklung des Immobilienmarktes für Wohnimmobilien wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst:
- Das Neubauangebot schrumpft seit Jahren. Die Anzahl der genehmigten und fertig gestellten Wohnung in der BRD hat sich seit 1979 kontinuierlich reduziert. Parallel wird es zu einer verstärkten Entwertung des Altbestandes kommen, durch oft unvorteilhafter Grundrisse und dem Mangel an zeitgemäßen energetischen Ausstattungen . Die Maßnahmen in deren Modernisierungen führen zu überproportionalen Investitionen, die sich weder steuerlich noch auf die Erträge niederschlagen.
- Wir beobachten parallel wachsende Haushaltszahlen und einen steigenden qm-Wohnflächenbedarf pro Kopf. Zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang noch die steigende Zahl der Einpersonenhaushalte mit einem Anteil bis zu 60 % in den Großstädten.
- Die Baupreise korrespondieren nicht mit den allgemeinen Inflationsraten und es besteht ein Angebotsüberhang.
- Die Entscheidung für eine Immobilie wird heute durch niedrige Finanzierungskosten begünstigt. Zehnjährige Finanzierungslaufzeiten werden nach dem Baugeldindex um 4 % per anno angeboten. Der Durchschnitt der letzten 40 Jahre beträgt 7 %.
So sind auch bei einer Vermietung die zu erzielenden Mieteinnahmen meist höher als die Kreditkosten zur Beschaffung der Immobilie. Zudem ist deren Wert inflationsresistenter als Vermögensanlagen in festverzinslichen Wertpapieren, da er meistens auch mit den Verbraucherpreisen steigt. In ausgesuchten Lagen war zu beobachten, dass mit der Umstellung der DM auf den Euro sich die Immobilienpreise bis auf 1:1 angeglichen haben.
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